Indischer Gottesdienst

Sonntag, 19.07.2026 um 18 Uhr
 
Wollten Sie schon immer mal eine heilige Messe in einem anderen Ritus kennenlernen? Pater Nibin Varghese wird zusammen mit zwei indischen Amtskollegen einen indischen Gottesdienst feiern mit deutschen und indischen Texten und indischer Musik.

 

Herzliche Einladung
 
Gottesdienst im indischen Syro-Malabarischen Ritus 
am 19. Juli 2026 um 18.00 Uhr in St. Sebastian, Kuppenheim
Die Vielfältigkeit der liturgischen Riten bzw. Traditionen ist eine besondere Eigenheit der Weltkirche. Durch den Gottesdienst im Syro-Malabarischen Ritus am 19. Juli haben Sie die Gelegenheit, außer dem hier üblichen, einen zusätzlichen Teil dieser Vielfalt kennenzulernen.
Die röm. katholische Kirche in Indien besteht aus drei, in der Katholischen Weltkirche vereinigten und doch unterschiedlichen Kirchentraditionen mit ihren spezifischen und dort beheimateten liturgischen Riten. Es gibt die Syro-Malabarische Kirche, die Syro-Malankarische Kirche und die Lateinische Kirche. Die Syro-Malabarische Kirche wurde infolge der Missionsreise des Apostels Thomas im 1. Jahrhundert durch diesen Jünger Jesu gegründet. Die 4,5 Millionen Gläubigen, die zu dieser Kirche gehören, werden auch „Thomaschristen“ genannt. Die Syro-Malankarische Kirche besteht aus Gläubigen, die ursprünglich zu den Thomaschristen gehörten, die sich jedoch durch Eingreifen von portugiesischen Missionaren im Jahr 1599 von der Gemeinschaft abgespalten haben,  vor 100 Jahren dann aber in die Katholische Kirche zurückgekehrt sind. Die Lateinische Kirche in Indien wurde durch Missionare aus dem Westen im 15. Jhdt. verbreitet.
Die Bezeichnung „Syro-Malabarisch“ ist eine Zusammensetzung aus zwei  Begriffen: syrisch und malabarisch. Das Wort „syrisch“ zeigt die seit frühester Zeit bestehende Verbundenheit der Thomaschristen mit der Kirche in Syrien, die  auf den Ap. Thomas zurückgeht. Das Wort „malabarisch“ weist auf ihre ursprüngliche Heimat, dem indischen Bundesland Kerala hin, das früher Malabar genannt wurde. 
In der Syro-Malabarischen Liturgie wird besonders die Opfergabe Jesu am Kreuz betont, die in der Auferstehung ihre Vollendung findet. Stark betont sind auch Lobpreis und Danksagung an die Dreifaltigkeit. Alle Gläubigen haben eine aktive Rolle in der Liturgie, da alle Christen in der Taufe zu einem priesterlichen Volk geworden sind. 
Wir feiern die hl. Messe hier teilweise in Deutsch und teilweise aber auch in Malayalam, der Muttersprache Keralas. Die Gebete werden auf Deutsch gesprochen und die Lieder werden in der Muttersprache Malayalam gesungen. 
Ich lade Sie alle ganz herzlich zu diesem Gottesdienst ein, in dem Sie in die tiefe Spiritualität der Syro-Malabarischen Kirche eintauchen dürfen.
Ihr
Pater Nibin