Die Heilig-Kreuz-Gemeinde in Rastatt

Auf ein Wort: Die Heilig-Kreuz-Gemeinde in Rastatt

Als 1913 auf der Rheinau eine kleine Kapelle im Jugendstil erbaut wurde, war die ganze Gegend dort noch landwirtschaftlich geprägt. Die Menschen gingen sonntags in ihre Pfarrkirche St. Alexander und waren froh, als „Ihre“ Wendelinuskapelle schließlich eingeweiht wurde, so dass der sonntägliche Kirchgang nicht mehr so weit war. Aber weiterhin war der Pfarrer von St. Alexander auch für die Rheinau zuständig. Doch das Wohngebiet dort wuchs und wuchs, insbesondere auch in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Viel wurde gebaut und auch die Kirche hielt mit, um den Menschen nahe sein zu können. So wurde Mitte der sechziger Jahre unter Pfarrer Rudi Killian das Gemeindehaus Heilig Kreuz gebaut und gleich daneben der Kindergarten. Damit wurden schon die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt, hin zu einer eigenständigen Heilig-Kreuz-Pfarrei.

Aber es sollte noch ein paar Jahre dauern, in denen die Gemeinde sich im Gemeindehaus zum Gottesdienst versammelte, bis dann endlich der Grundstein für die eigene Pfarrkirche gelegt werden konnte. Mittlerweile war Richard Baumann Pfarrer geworden, der nicht nur das Kirchbauprojekt vorantrieb, sondern der auch dafür sorgte, dass die vernachlässigte Wendelinuskapelle wieder instand gesetzt wurde. Am 17. Juni 1984 wurde schließlich die vollendete Pfarrkirche Heilig Kreuz mit einer feierlichen Kirchweihe ihrer Bestimmung übergeben: Ein Ort des Gebetes und des Gottesdienstes für die Rheinauer Katholiken zu sein. Weihbischof Wehrle war es, der damals die Weihe von Kirche und Altar vornahm und der dreißig Jahre später, im Jahr 2014, wiederum nach Rastatt kam, um mit der Gemeinde das dreißigjährige Kirchweihjubiläum zu feiern.

Die Glocken der Heilig-Kreuz-Kirche

Die Heilig-Kreuz-Pfarrei war da natürlich schon Wirklichkeit geworden, wobei die Loslösung von St. Alexander und Zwölf Apostel bzw. Maria Königin nur von kurzer Dauer sein sollte. Denn mit der Zurruhesetzung von Pfarrer Baumann im Jahr 2012 wurde die Pfarrgemeinde in die Seelsorgeeinheit Rastatt integriert, die damals St. Alexander und Zwölf Apostel bestand. So wuchs wieder zusammen, was schon einmal eins war. Man muss sagen, dass die Zusammenarbeit intensiv und fruchtbar ist und vieles auf der Ebene der Seelsorgeeinheit läuft, ohne dass damit das Leben vor Ort abgeschnürt werden würde. Ganz im Gegenteil: Wir freuen uns über einen aktiven Kirchenchor und Singkreis, über eine große Ministrantengemeinschaft und KJG, über eine engagierte Frauen – und Seniorengemeinschaft. Und wir laden jeden herzlich ein, die Gottesdienste in unserer Pfarrkirche Heilig Kreuz und in der 2013 renovierten Wendelinuskapelle mitzufeiern und so den Glauben an Jesus Christus gemeinsam zu leben.

Für viele, die vor zwanzig, dreißig, vierzig Jahren nach Rastatt kamen, ist die Pfarrgemeinde eine wichtige integrierende Größe bis zum heutigen Tag: Hier kommen alle zusammen, die auf der Rheinau ihren katholischen Glauben in Gemeinschaft leben möchten. Seien auch Sie uns willkommen!

Gemeindeflyer Heilig Kreuz