Hinweise zu Gebet und Gottesdienst – Aktuelles vom 24.03.2020

Glockengeläut in unserer Seelsorgeeinheit

Wie gewohnt läuten morgens um 7 Uhr, um 12 Uhr und um 19 Uhr die Glocken. Das nimmt man nun eher wahr, nachdem das sonst quirlige Leben um uns herum mehr und mehr ruht. Nehmen Sie sich Zeit und verstehen Sie das Glockengeläut als Einladung, für sich oder mit der Familie den Engel des Herrn zu beten, wie es Tradition unserer Kirche ist. Vielleicht überlegen Sie zuvor, für wen sie beten wollen: für Gesundheit, Verständnis und ein gutes Miteinander in der Familie, – für die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern, – für das Pflegepersonal in den Krankenhäusern, in den Seniorenheimen, Hospizen und bei den ambulanten Pflegediensten, – für jene, die den Schwerkranken beistehen, – für die Verstorbenen und jene, die um sie trauern …. Nehmen wir die Welt mit ihren Sorgen ins Gebet! Den „Engel des Herrn“ finden Sie im Gotteslob Nr. 3,6.

Natürlich dürfen Sie beim Geläut der Angelusglocke auch einfach das Gebet des Herrn sprechen, das Vater unser, oder mit ihren eigenen Worten beten. Oder vielleicht ist nun mal wieder Zeit dafür, den Rosenkranz zu beten, entlang der Gebetsperlen die Geheimnisse der Geburt, des Lebens, Sterbens und Auferstehens unseres Herrn Jesus zu betrachten. Christliche Glaubensgeheimnisse, eingerahmt vom Ave Maria, weil sie es war, die uns den Erlöser geboren hat.

Am Samstag werden wir gewohnt um 15 Uhr die Glocken der evangelischen und katholischen Kirchen Rastatts läuten, um uns daran zu erinnern, dass wir an der Schwelle zum Sonntag stehen.    

Sonntagsgottesdienste aus Rastatt auf Youtube: Katholisch in Rastatt

Werktags wie auch an den Sonntagen dürfen momentan keine Gemeindegottesdienste gefeiert werden. Das soll uns aber nicht daran hindern, zuhause, alleine oder mit der Familie, Gottesdienst zu feiern und uns so mit den vielen anderen zu vereinen, die in Rastatt und weltweit den Sonntag als das wöchentliche Ostern begehen, an dem wir den Tod und die Auferstehung Jesu Christi feiern.   

Pfarrer Ralf Dickerhof und Kaplan Frederik Reith werden ab sofort die sonntägliche Messe mit Predigt aufzeichnen und spätestens ab Samstagnachmittag auf der Homepage zur Verfügung stellen.

Diese und weitere Videos sind auf dem neuen Youtube-Kanal Katholisch in Rastatt zu sehen.

Auch einen Gottesdienstvorschlag für zuhause findet sich immer ab Samstag auf der Homepage (Rubrik: Sonntag feiern in Corona-Zeiten). Trauen Sie sich, diesen Gottesdienst miteinander zu feiern – Sie brauchen dazu nicht mehr als Ihr Gotteslob, die Vorlage und, wenn Sie möchten, eine brennende Kerze. 

Gemeinsam beten trotz räumlicher Trennung

Wer Interesse hat, sich mittwochs um 19:00 Uhr und sonntags um 9:00 Uhr einer gemeinsamen Gebetszeit anzuschließen, ist herzlich eingeladen. Einfach eine eMail an wohnzimmerandachten@relicloud.de senden, dann bekommen Sie einen Link zu den Textvorschlägen zugeschickt.

Gebet mit Kindern und in den Familien

Die aktuelle Kinderzeitung für den jeweiligen Sonntag findet sich rechtzeitig auf der Homepage unter der Rubrik „Jesusbande“ und darf gerne ausgedruckt werden. 

Auf Youtube finden sich zudem Videobotschaften für die Kinder und Familien: katholischinrastatt. Schaut es euch doch einfach mal an 🙂

Gebet in Corona-Zeiten

Ein Gebet, das uns in dieser schweren Zeit in unseren Gebetszeiten begleiten kann, stammt von Johannes Hartl. Es liegt auch in unseren Kirchen aus und wird täglich von Pfarrer Dickerhof zum Ende der Eucharistischen Anbetung in St. Alexander gebetet. Es lautet:  

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen Dir. Danke.

Amen

Eucharistiefeiern in unserer Seelsorgeeinheit

Diese dürfen momentan nur unter Ausschluss der Gemeinde stattfinden, aber sie sind eingeladen, sich im Gebet mit den Priestern der Seelsorgeeinheit zu vereinen, die werktags wie sonntags die Eucharistie feiern, Pfarrer Dickerhof abends um 18 Uhr in St. Alexander.     

Sie können zu der Zeit zu Hause eine Kerze anzünden und das Tagesevangelium lesen (bspw. zu finden auf der Homepage der Erzabtei Beuron, http://www.erzabtei-beuron/schott.de ) oder sie lesen einfach in fortwährender Lesung einen Abschnitt aus einem der vier Evangelien und beenden die Schriftlesung mit „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht. Es hat Hoffnung und Zukunft gebracht. Es gibt Trost, es gibt Halt, in Bedrängnis, Not und Ängsten. Ist wie ein Stern in der Dunkelheit.“ (gesungen oder gesprochen).  

Weitere Gebetsimpulse finden sich in einer „Gebetsbroschüre für die Corona-Krise“, die das Erzbistum Köln herausgegeben hat. 

Gebetsbroschüre für die Corona-Krise des Erzbistums Köln

Wenn Sie dann die Kommunion geistig empfangen möchten, können Sie beten:  

Mein Jesus, ich glaube, dass Du im Brot des Lebens gegenwärtig bist. Ich liebe Dich über alles, und meine Seele verlangt nach Dir. Da ich Dich jetzt nicht in der Heiligen Eucharistie empfangen kann, bitte ich Dich innig, komme geistigerweise zu mir und nimm Wohnung in meinem Herzen. Ich umpfange Dich, vereinige mich ganz mit Dir und bete ich dich an, mein Heiland und Erlöser. Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Du bist meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke und mein Licht. Auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht. – Amen.

Nach einer Zeit der Stille folgen dann ggf. die freien Fürbitten oder das Gebet von Johannes Hartl (siehe oben). Mit dem Vater unser und dem Kreuzzeichen endet die Gebetszeit und gerne darf das „Gegrüßet seist du Maria“ angefügt werden.

Ihre Gebetsanliegen – Ihr Bedürfnis nach einem seelsorgerlichen Gespräch

Gerne nehmen wir ihre Gebetsanliegen in unsere unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeierten Messfeiern mit hinein. Sie dürfen diese Pfarrer Dickerhof (ralf.dickerhof@kath-rastatt.de) oder Kaplan Reith (frederik.reith@kath-rastatt.de) mailen oder in einen der Briefkästen unserer vier Pfarrbüros werfen, die regelmäßig geleert werden. Oder Sie rufen uns an. Gerne legen wir Ihr Anliegen bei der Messfeier auf den Altar bzw. tragen es vor den Herrn. Natürlich auch jene Fürbitten, die während der Öffnung der Pfarrkirchen in die stets ausliegenden Fürbittbücher hineingeschrieben wurden. 

Darüber hinaus besteht wie immer die Möglichkeit, die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die üblichen Telefonnummern und Emailadressen (siehe Pfarrbrief und Homepage) zu Gesprächen zu kontaktieren. Pfarrer Dickerhof ist unter Tel. 40 63 60 bzw. 40 63 613 erreichbar und Kaplan Reith unter Tel. 22760.

Die Pfarrkirchen der Seelsorgeeinheit sind geöffnet

Jeden Tag (auch samstags und sonntags) sind die vier katholischen Pfarrkirchen der Seelsorgeeinheit Rastatt von 8 – 18 Uhr geöffnet zum Gebet, zum Kerzen entzünden und zur persönlichen Andacht. In St. Alexander ist während dieser Zeit das Allerheiligste am Hochaltar zur stillen Anbetung ausgesetzt. Gerade in der momentanen Situation ist es ein Anliegen, die Kirche aufsuchen zu können, um vor dem Herrn zu verweilen, der im Brot des Lebens bei uns ist. So erfahren wir die Nähe des eucharistischen Herrn, auch wenn momentan keine Eucharistiefeiern und kein Kommunionempfang möglich sind.
Die Portale der Stadtkirche bleiben durchgehend geöffnet, damit die Türklinken nicht berührt werden müssen. Die Gläubigen werden gebeten, Abstand zu den anderen Beterinnen und Betern zu halten und spätestens 18 Uhr dir Kirche zu verlassen.

Auch im Fernsehen, Radio und Internet gibt es viele Übertragung von Gottesdiensten und Verkündungssendungen

Bleiben wir im Gebet und in der Gemeinschaft verbunden, auch über unsere eigenen vier Wände hinaus! Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Bleiben Sie gesund! – Ihr Seelsorgeteam der Katholischen Seelsorgeeinheit Rastatt