Besuch der Ausstellung im Generallandessarchiv Karlsruhe Markgraf Bernhard II. von Baden Ritter – Landespatron – Jugendidol

Zusätzliche Veranstaltung des katholischen Bildungswerkes am 19. Juli
Besuch der Ausstellung im Generallandessarchiv Karlsruhe Markgraf Bernhard II. von Baden
Ritter – Landespatron – Jugendidol

1458 starb der Markgraf in Moncalieri bei Turin an der Pest. War er auf einem Kreuzzug oder in wessen Auftrag unternahm er diese Reise? Wer war dieser Mann, der vor 250 Jahren durch die katholische Kirche selig gesprochen wurde? Ein sterblicher Überrest ist im Kloster Lichtenthal aufbewahrt. Die zeitgenössische Quellenlage ist recht dünn. Das bietet natürlich Raum für Deutungen und Zuschreibungen. In seiner Heimat am Oberrhein beschränkte sich die Verehrung zunächst auf das Haus Baden. Bald als christlicher Ritter verehrt, wurde er im 18. Jahrhundert zum Schutzpatron des Großherzogtums Baden. Nach dem Zu-sammenbruch des Nationalsozialismus wandelte er sich plötzlich zu einem Idol im Kampf gegen die Ver-suchungen der Moderne. Die Bedrohung des ‚Abendlandes‘ durch die ‚Gefahr aus dem Osten‘ im Kalten Krieg konnte mühelos an die Vorstellung vom tapferen Kreuzzugs-Ritter anknüpfen. Die Ausstellung im Generallandesarchiv zeichnet anhand zahlreicher wertvoller Exponate diesen Wandel im Bild des Heiligen nach Wichtig wird auch die Frage sein, unter welchen Umständen er zwar selig gesprochen , ihm aber 2018 die Heiligsprechung endgültig verweigert wurde?

Dr. Wolfgang Zimmermann, Historiker und Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe widmet sich während der etwa zweistündigen Führung gerne den Fragen der Teilnehmer.

Treffpunkt Rastatter Bahnhof: 9.00Uhr
Fahrtkosten (S-Bahn /BW-Ticket) fällig bei Antritt der Fahrt
Rückkehr voraussichtlich gegen 15.00 Uhr.
Anmeldung bis spätestens 15. Juli unter 07222/32927.

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