Bundesweites Gedenken an die Verstorbenen der Corona-Pandemie am 18. April

Am Sonntag, 18. April wird bundesweit der Verstorbenen der Pandemie gedacht. Mehr als 71.500 Menschen seien dem Virus bereits zum Opfer gefallen – „das ist und das bleibt eine erschütternde, verstörende Dimension“, sagte Bundespräsident Steinmeier bei einem Gespräch mit Hinterbliebenen im Schloss Bellevue.

Hinter jeder einzelnen Zahl stehe ein Schicksal, stehe ein Mensch, der von uns gegangen sei. „Dahinter stehen Menschen, die ihre Liebsten verloren haben, Menschen, die gebangt, gezittert, gekämpft haben, die sich manchmal nicht einmal verabschieden konnten. Dahinter stehen unendliche Trauer und unendlicher Schmerz und ja, manchmal auch Bitterkeit.“ 

Steinmeier betonte, es sei wichtig an die Toten zu erinnern. Daher wird am 18. April in Berlin eine Gedenkfeier mit der Staatsspitze und Hinterbliebenen stattfinden. „Als Bundespräsident halte ich es für sehr wichtig, dass wir innehalten, um gemeinsam in Würde Abschied zu nehmen von den Verstorbenen in der Zeit der Pandemie – auch von jenen, die nicht dem Virus zum Opfer gefallen sind, aber genauso einsam gestorben sind.“

 

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing betonte: „Es ist gut, dass wir in Kirchen und Staat der Opfer und Betroffenen der Pandemie gedenken. Das reiht sich gut in die vielfältigen Gedenkinitiativen ein, die es bereits gibt. Gerade den vielen Sterbenden konnten unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Krankenhäusern und Heimen nahe sein. Wir machen am 18. April, ganz in österlicher Hoffnung, deutlich: Gott ist ein Freund des Lebens. Die Verstorbenen sind in ihm geborgen. Niemand ist vergessen!“

 

Aus diesem Anlass werden am diesem Gedenksonntag um 11:00 Uhr die tiefsten Glocken der Rastatter Kirchen läuten, um zum Erinnern, zum Gebet für die Verstorbenen und zum Bittgebet um ein Ende der Pandemie einzuladen.  

 

 

Fürbitt-Gebet:

 

Herr, du erbarmst dich unserer Verstorbenen und hörst unser Flehen. Wir bitten dich:

  • Für alle Verstorbenen der Corona-Pandemie in den verschiedenen Ländern dieser Erde. Du kennst all ihre Namen, keiner ist vergessen.
  • Für alle, die sich nicht verabschieden konnten, für die Trauernden, die einen lieben Menschen vermissen, für die, die mit dir hadern. Du tröstest und richtest auf.
  • Für alle, die in ihrem Dienst für andere sich selbst zurücknehmen und viel riskieren, und für alle, die in ihrem Dienst gestorben sind. Auch du bist diesen Weg gegangen.
  • Für alle, die Sterbende pflegen und begleiten und für alle, die sich um die Toten sorgen. Deine Barmherzigkeit scheine auf in unserer Welt.

Wir empfehlen dir all unsere Lieben, die im letzten Jahr verstorben sind und alle, an die wir uns nun erinnern. Herr, gib ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihnen. Herr, lass sie ruhen in Frieden. – Amen

Dein Erbarmen, Herr, will ich in Ewigkeit preisen. Erbarme dich und sei uns nahe in diesen schweren Zeiten. Auf dich vertrauen wir heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. Amen.