Gottes Geist schenkt Frieden – Pfingstnovene 2020

Die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind die Tage der Pfingstnovene, wo wir einzeln oder in Gemeinschaft um die Gaben des Heiligen Geistes bitten. Seit 25 Jahren bietet das Hilfswerk Renovabis eine Pfingstnovene an, die uns immer auch mit dem Leben der Christen in Osteuropa verbindet. Die Texte sind so konzipiert, dass man jeden Tag einen Abschnitt beten kann, um so bewusst auf Pfingsten zuzugehen: Komm, Heiliger Geist!

Impuls

„Anfang der 1990er Jahre, als wir den Untergrund verließen, hatten wir 300 Priester, jetzt haben wir über 3.500. In fünf Priesterseminaren werden rund 800 Seminaristen auf ihren Dienst vorbereitet. Allein anhand von Zahlen könnten wir noch lange über verschiedene Aspekte unseres dynamischen Kirchenlebens sprechen.“ So beschreibt Großerzbischof Schewtschuk die Entwicklung. Er sieht in der Geschichte der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche einen lebendigen Beweis dafür, wie in der Kraft des Heiligen Geistes auch in unseren Tagen ein Neubeginn möglich ist. In der Zeit der kommunistischen Herrschaft wurde die Kirche verfolgt, verboten und in den Untergrund gedrängt. Doch Gott hat das unablässige und hoffnungsvolle Gebet der Gläubigen erhört. 1989 wurde die Kirche wieder offiziell zugelassen und erwachte zu neuem Leben. Heute nimmt sie eine anerkannte gesellschaftliche Stellung ein und ist, so Großerzbischof Schewtschuk, „wahrhaftig Leib des auferstandenen Christus“.

Möge diese Erfahrung allen Christen Hoffnung schenken und sie ermutigen, nicht Böses mit Bösem zu vergelten, sondern ohne Unterlass für den Frieden zu beten! Wir dürfen darauf vertrauen: Gottes Geist erneuert das Antlitz der Erde.

Gebet

O Gott, du Hoffnung aller Enden der Erde:
Du hast am Pfingstfest deinen heiligen und
lebenschaffenden Geist in Gestalt feuriger
Zungen über deine Apostel ausgegossen und sie
zu Freudenboten unseres Glaubens eingesetzt.
Wir preisen dich und beten dich an.

Aus der Vesper am Pfingstsonntag

Quelle:Pfingstnovene 2020 von Renovabis