Ab 1820 entstanden drei Gebäude, die noch heute das Ortsbild prägen.
Diese sind das Pfarrhaus (1826), die Kirche (1833/1834) und das Rathaus (1839/1840).
Waren bis dahin kaum Steinhäuser im Dorf gestanden, wurden ab jetzt keine reinen Holzhäuser mehr errichtet. Das einzige mittelalterliche Gebäude zu jener Zeit, die Kirche, wurde durch den erwähnten Neubau ersetzt. Die Skizzen der alten Kirche gingen im Zweiten Weltkrieg verloren.
Das Jahr 1847 war wie in vielen Teilen des Landes von großer Not geprägt, was auch Auslöser der Märzrevolution war. Die Revolutionsjahre 1848 und 1849 selbst verliefen nicht ruhig in Ottersdorf.
Es gab großen Streit mit dem Pfarrer Georg Philipp Hehn, der auch von der politischen Wende im Land beeinflusst war. Hehn war offenkundig Gegner der Republik, was anscheinend nicht dem Willen der Ottersdorfer entsprach. Letztlich wurde Hehn am 4. April 1848 gewaltsam vertrieben.
Das jetzige Pfarrhaus wurde nach vielen Vorgängern ab dem Jahr 1826 errichtet.
Es verfügt über eine Wohnung im 1. und 2. OG, die für einen Pastoralreferenten oder eine Pastoralreferentin als Dienstwohnung genutzt werden kann. Im EG befinden sich das Pfarrsekretariat und ein Besprechungszimmer für Ehe- oder Taufgespräche.